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21-12-06 19:11

QM-Software auf der Medica

Auf der Medizinmesse haben wir das Software-Angebot verschiedener Aussteller mit unserem Organisationssystem verglichen. Danach können wir mit Sicherheit sagen: Unser System hat am meisten zu bieten!

Auch in diesem Jahr hat die Medica in Düsseldorf, die weltweit größte Fachmesse für Medizin, wieder zahlreiche Besucher angezogen - diesmal auch uns. Wir haben uns hauptsächlich in den Hallen 15 und 16 nach den verschiedenen Software-Angeboten für das Qualitätsmanagement in Arztpraxis und Krankenhaus umgeschaut.

Bei den vielen Ständen, an denen wir uns Softwarelösungen demonstrieren ließen, sind wir nur selten fündig geworden, wenn es darum ging, effiziente und gut durchdachte Systeme aufzuspüren. Während ein Anbieter ein schlichtes Programm zur Verwaltung von Patientenakten als QM-Software verkaufen wollte, sahen andere noch nicht einmal den dringenden Bedarf mit ihren Systemen überhaupt das Qualitätsmanagement zu bedienen. Aber es gab natürlich auch einige gute Ansätze und Ideen, die für die tägliche Arbeit in der Arztpraxis oder im Krankenhaus durchaus geeignet sind. Wenngleich die gebotenen Funktionen nicht immer notwendig oder bis ins letzte durchdacht waren.

Interessante Ansätze für QM-Systeme, die wir entdeckt haben:

  • Nachvollziehbarkeit geänderter Dokumente
  • Übersichten über den Stand der Kenntnisnahme neuer Dokumente bei den Kollegen
  • Erinnerungs- und Mahnsystem für noch zu lesende Dokumente
  • Erinnerungssystem für zu aktualisierende Dokumente
  • Auswahlfelder für einheitliche Bezeichnungen von bspw. Abteilungen für die genaue Zuweisung neuer Dokumente
  • Einfügen von Fotos und Bildern in Ablaufbeschreibungen
  • Übersichten über Arbeitsabläufe als Flußdiagramme (sog. flow charts)
  • Verlinkung von Stichworten mit einem Dokument gleichen Themas, jedoch nur selten innerhalb eines Dokuments
  • Integrierte Informationsdatenbank einschließlich Index medizinischer Fachbegriffe
  • Suchfunktion: Stichwortsuche oder sogar Volltextsuche mit Einschränkungsmöglichkeiten

Die Probleme unter die Lupe genommen

Trotz einzelner guter Ideen war jedoch keines der betrachteten Systeme vollkommen zufriedenstellend. Exemplarisch betrachten wir hier drei Aspekte näher:

Änderungen verfolgen

Mit einem System kann man zwar Änderungen in Dokumenten nachvollziehbar machen, man sieht jedoch nicht, worin diese Änderungen bestehen. Werden zum Beispiel nur Rechtschreibfehler durch die QMB geändert, wird das Dokument trotzdem als aktualisiert angezeigt und alle Mitarbeiter müssen es erneut lesen. Selbst wenn die QMB in einer Email allen mitteilt, daß die gemachten Änderungen nichts Inhaltliches betreffen und ein erneutes Lesen daher nicht notwendig ist, müssen alle Mitarbeiter dieses geänderte Dokument zumindest anklicken, um es wieder als gelesen zu kennzeichnen.

Hier mangelt es also an einer konsequenten Durchführung des Ansatzes, was letztendlich nicht die tagtägliche Arbeit in der Praxis erleichtert, sondern teilweise sogar erschwert.

Gültigkeit überwachen

Ausgehend vom letzten Aktualisierungsdatum eines Dokuments meldet ein System der QMB, daß das Dokument überarbeitet werden muß. Diese Meldung sieht die QMB jedoch nur, wenn sie die Übersicht der betreffenden Dokumente aufruft. Eine wirkungsvolle Hilfestellung würde das System jedoch erst bieten, wenn es der QMB gleich bei der Anmeldung im System anzeigte, welche Dokumente demnächst aktualisiert werden müssen.

Freigaben

Es gibt auch Systeme, die nur zwei Anmeldungen zulassen - eine für den QMB und eine für den Freigebenden. Das erschwert beispielsweise die Nutzung in einer Gemeinschaftspraxis, wenn einzelne Dokumente von verschiedenen Ärzten freigegeben werden sollen. Hier kann über das System nicht erkennbar gemacht werden, wer die jeweilige Freigabe vorgenommen hat.

Unsere Eindrücke zusammengefaßt

Trotz mancher guter Ansätze fehlte bei den meisten Systemen die konsequente Durchführung, sodaß die Ideen zu keiner effizienteren Gestaltung des Qualitätsmanagements führen. Leider gehen auch noch immer viele Systeme nicht über eine reine Dateiverwaltung hinaus.

Nur wenige Aussteller berücksichtigten eine Integration der QM-Software in die gängige Praxis- und Verwaltungssoftware. Das Importieren von Patientendaten in das QM-System ist jedoch in unseren Augen auch nicht notwendig, da das Qualitätsmanagement die Tätigkeiten generell beschreibt. Für den einzelnen Vorgang ist dagegen in erster Linie die Praxissoftware relevant.

Die meisten Systeme waren für alle Branchen bestimmt. Musterinhalte für die verschiedene Fachrichtungen könnten dagegen den Einführungsaufwand erheblich verringern.

In Kürze planen wir hier für Sie eine ausführliche Liste über den Vergleich der verschiedenen Anbieter und ihrer QM-Systeme für Arztpraxen zu veröffentlichen. Wenn Sie darüber informiert werden möchten, dann senden Sie uns bitte eine E-Mail.

Nach diesem Vergleich verschiedener QM-Systeme ist deutlich geworden, wie viele Vorzüge unser Organisationssystem bietet. Natürlich wollen wir uns nicht auf unserem Vorsprung ausruhen, sondern zunehmend maßgeschneiderte Musterinhalte für die verschiedenen Facharztrichtungen erstellen.

Unser Fazit zur Medica: Ein sorgfältiger Vergleich von QM-Systemen und das kritische Hinterfragen der einzelnen Funktionen lohnen sich!

Das diesjährige 38. Weltforum der Medizin fand vom 15.-18. November 2006 in der Messe Düsseldorf statt. In diesem Jahr haben über 4.200 Aussteller aus 65 Nationen insgesamt 137.500 Besucher angelockt.


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